Mai 2017

Firma KDF

Der Mai beginnt so, wie der April aufgehört hat, mit viel anstrengender Arbeit. Ich starte allerdings erst am 3. Mai nach dem Feiertag meinen Dienst, denn am 2. Mai haben wir ja an der Schule die Verabschiedung des Direktors geplant, der mit Ende des Schuljahres in Pension geht. Dafür konsumiere ich in der Firma einen Urlaubstag. Wir starten mit der Frisör-Baustelle, die wir im April besichtigt hatten. Um die neuen Abflussrohrleitungen zu verlegen, müssen wir den alten Steinboden und darunter den Beton ca. 25 cm aufstemmen. Wir arbeiten dabei zu zweit parallel und brauchen dafür fast 2 ganze Tage, denn der Beton ist extrem hart. Michl "das Viech" Krammer arbeitet teilweise mit zwei Maschinen gleichzeitig. Es ist sehr laut, es staubt und nach einiger Zeit vibriert der ganze Körper. Das ist mit Abstand die anstrengendste Arbeit, die ich bis jetzt gemacht habe. Zwischendurch gönnen wir uns Trinkpausen, auch das eine oder andere Bier wird vom Chef genehmigt. Der Mittagssnack wird auch gleich auf der Baustelle eingenommen, das macht schon Spaß, einfach mal so am Boden im Dreck sitzen. Wie auch schon im Oktober ist es so, dass man am Abend vom Arbeiten schön müde ist und schnell einschläft. Zum Glück muss ich am Abend nix für die Schule vorbereiten. Nach den Stemmarbeiten werde ich wieder zu den elektrischen Anschlussarbeiten des Gasofens eingeteilt, das kann ich schon gut und brauche keine Hilfe mehr. Ich montiere den Außenfühler, verbinde die Kabel miteinander und verbinde die Stromversorgung vom Elektrokasten - alles funktioniert. Im Laufe des Monat bemerke ich, dass Elektriker eher mein Job wäre, das macht mehr Spaß und ist auch leichter verständlich.

Zwischendurch machen wir auch Wartungen bei Öfen und andere Kleinigkeiten, wo wir im Marchfeld viel herumkommen, die Firma spricht sich durch Mundprogaganda herum. Ein wichtiger Punkt bei der Firma ist auch die Mülltrennung. Es gibt Müllcontainer für alle Arten von Müll, ein- bis zweimal im Monat fahren wir auf die Deponie in der Nebenortschaft, um die Container zu entleeren. Leider funktioniert bei den Arbeitern die Mülltrennung nicht hundertprozentig, das ärgert nicht nur den Michl, das wird am Mistplatz auch teuer, wenn der Müll mit fremden Stoffen "kontaminiert" ist. Michl bespricht das häufig mit seinen Mitarbeitern, trotzdem passiert es immer wieder. Nicht einmal müssen wir vom bereits ausgeleerten Bauschutt fremde Stoffe aufklauben und entsorgen. Am vorletzten Tag meiner Arbeit lade ich alle in der Firma zu einer Grillerei ein. Wir grillen am Firmengelände und feiern ausgelassen die letzten 6 Wochen. Das ist ein wirklich netter Abschied, ich bekomme auch als Abschlussgeschenk einen Korb, gefüllt mit Bananen und Äpfel. Ich wundere mich noch, denn einen Ruf als Obstesser habe ich nun wirklich nicht. Doch dann bemerke ich, dass unter dem Obst Servietten ausgebreitet sind, worunter sich einige Tafeln Schokolade sowie Dragee-Keksi und Maltesers befinden. Na das nenne ich Geschenk! Der letzte Arbeitstag am Freitag ist ziemlich chillig, kurz vor 12 sind wir bereits wieder in der Firma und ich verabschiede mich. Die 6 Wochen haben wirklich Eindruck hinterlassen. Irgendwie bin ich erleichtert aber irgendwie auch traurig, denn das war die letzte Arbeit im Sabbatical. Nun kann ich mich ausschließlich dem Fertigstellen des Badezimmers und sonstiger Kleinigkeiten, die so im Haushalt anfallen, widmen.

Stemmen!Doppelstemmen!
Schutt wegräumenAnschluss des Außenfühlers
Mittagspause auf der BaustelleDas KDF-Team: vlnr: Meli, Dani, Michl, Andi, Julius
Ein Apfel muss sein!Mülltrennung auf der Deponie

neues Badezimmer zuhause

Ja im Mai gehts gleich lustig weiter. Nachdem nun alles abgestemmt und ausgeräumt ist, hilft mir die Fa. KDF dabei, die neuen Leitungen zu den Waschtischen bzw. zur neuen Badewanne zu verlegen sowie die Duschrinne einzubauen. Dazu müssen wir die Holzplatten unter den Gipswänden aufschneiden und alles danach wieder zumachen. Ich verschraube danach die neuen Gipskartonplatten auf den Wänden und bastle für die neue Badewanne eine zwei Nischen ein, die ich auch mit einem LED-Licht verkable. Die elektrischen Arbeiten kann ich alle selber machen, bei den Wasser- und Kanalinstallationen brauche ich noch fachmännische Hilfe bzw. eine Endkontrolle. Es wird auch eine Gipskartondecke eingezogen, um die neuen LED-Spots zu befestigen und eine Infrarotheizung einzubauen. Danach kommen die Fliesenleger dran, die zuerst den neuen Estrich mit Gefälle in der Dusche betonieren, dann alles aufdichten und schließlich zuerst mit den Wandfliesen und dann mit den Bodenfliesen beginnen. Währenddessen bauen wir die Badewanne ein, auch diese wird mit Fliesen verkleidet. Nebenbei rennt das Klo daneben mit, das aber aufgrund der Größe gleich erledigt ist. Am längsten brauchen die Fliesenleger mit den Mosaiksteinen, die als Badewannen- und Duschumrandung geplant sind, da wird beim Setzen der kleinen Steine ordentlich geflucht. Nachdem alles verfugt wurde, montiere ich die Waschtische und die Unter- sowie Oberschränke der Badezimmereinrichtung, schließe die Spots und die Steckdosen an, sogar ein Internetradio habe ich eingebaut. Jetzt warten wir nur noch ein paar Tage auf die Duschwand aus Glas, die Anfang Juni eingebaut wird. Dann hat das Warten auf das neue und das Arbeiten im alten Badezimmer endlich ein Ende.

neue Leitungen verlegen Ineue Leitungen verlegen II
neue Leitungen verlegen IIIneue Leitungen verlegen IV
neue Decke mit Spot-Auslässen und Verkabelungneue Gipskartonplatten
neue BadewannennischeEstrich mit Gefälle und Duschvorbau
neue Badewanne einrichtenDecke fertig
Dichtanstrich fertigneue Lichtschalter und Internetradio